VFFS

Die Videofluoroskopie des Schluckaktes (VFS, auch: Videofluoroskopische Schluckuntersuchung, VFSS oder Modifiziertes Bariumbrei-Schlucken) ist ein röntgengestütztes bildgebendes Verfahren zur Analyse der Schluckfunktion. Sie gilt als Goldstandard in der Schluckdiagnostik und ermöglicht die Echtzeit-Beurteilung aller Schluckphasen in seitlicher und anterior-posteriorer Projektion.

Bei der VFS erhält der Patient Kontrastmittel (Barium) in verschiedenen Konsistenzen und Volumina, während ein Röntgenfilm aufgezeichnet wird. Dies ermöglicht die Analyse der Bolustransitzeiten, Larynxelevation, Epiglottiskippung, pharyngealen Peristaltik, OÖS-Öffnung sowie der Penetrations- und Aspirationsereignisse inklusive stiller Aspiration.

Im Vergleich zur FEES bietet die VFS den Vorteil, dass alle Schluckphasen – einschließlich der oralen Phase und des OÖS-Bereichs – vollständig einsehbar sind. Nachteilig sind die Strahlenbelastung, die eingeschränkte Portabilität und die Notwendigkeit einer radiologischen Infrastruktur. Die Wahl zwischen VFS und FEES richtet sich nach der klinischen Fragestellung.

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