Supraglottisches Schlucken

Das supraglottische Schlucken ist eine Kompensationsstrategie zum Schutz der Atemwege bei reduziertem laryngealen Verschluss. Die Technik umfasst vier Schritte: (1) Einatmen und Luft anhalten, (2) Nahrung in den Mund nehmen, (3) schlucken während die Luft angehalten wird, (4) sofort nach dem Schlucken ausatmen oder husten, um eventuell penetriertes Material auszuräumen.

Durch das Atemanhalten vor und während des Schluckens werden die Stimmlippen willentlich adduziert und damit die supraglottische Absicherung verstärkt. Dies kann bei Patienten mit eingeschränktem laryngealem Schutzreflex (z. B. nach Larynxteilresektion, bei supraglottischer Tumorresektion oder bei reduzierter laryngealer Sensibilität) als therapeutische Strategie eingesetzt werden.

Voraussetzung ist die Kooperationsfähigkeit des Patienten sowie ausreichend kognitive Kapazität, um die mehrstufige Technik zuverlässig auszuführen.

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