Das super-supraglottische Schlucken ist eine Erweiterung des supraglottischen Schluckens und zielt auf eine noch stärkere Adduktion der Taschenfalten (ventrikuläre Falten) und aryepiglottischen Strukturen ab. Der Unterschied zur supraglottischen Technik liegt in der Intensität des Pressens: Der Patient atmet ein, hält die Luft an und presst aktiv (Valsalva-Manöver), bevor und während er schluckt.
Durch diesen Pressdruck schließen nicht nur die Stimmlippen, sondern auch die supraglottischen Strukturen engmaschig, was einen maximal verstärkten Atemwegsschutz erzeugt. Diese Technik ist besonders indiziert bei Patienten, bei denen der normale laryngeale Verschluss auch durch das supraglottische Schlucken allein nicht ausreicht.
Kontraindikationen: kardiovaskuläre Erkrankungen (Valsalva-Effekt auf den venösen Rückstrom), stark eingeschränkte kognitive Kapazität. Die Wirksamkeit sollte instrumentell überprüft werden.
