PEG

PEG steht für Perkutane Endoskopische Gastrostomie – ein endoskopisch gelegter Ernährungsschlauch, der direkt durch die Bauchdecke in den Magen eingeführt wird. Eine PEG ermöglicht eine enterale Ernährung, wenn eine orale Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich oder nicht mehr sicher ist.

Indikationen bei Dysphagie: schwere neurogene Dysphagie mit ausgeprägter Aspiration und unzureichender oraler Nahrungsaufnahme, fortgeschrittene ALS oder andere progrediente neurologische Erkrankungen, Malnutrition trotz Dysphagiemanagement. Die Entscheidung zur PEG-Anlage ist immer interdisziplinär und ethisch abzuwägen.

Wichtig: Eine PEG ersetzt nicht die logopädische Therapie. Auch PEG-versorgte Patienten sollten weiterhin Schluckübungen durchführen und – sofern möglich – zumindest die orale Stimulation aufrechterhalten. Die Mundpflege gewinnt bei ausschließlich enteraler Ernährung besondere Bedeutung, da die physiologische Selbstreinigung durch Speichel und Kauaktivität reduziert ist.

Verwandte Begriffe: npo, Malnutrition, Nasogastrale Sonde, Mundpflege, Aspirationspneumonie

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