Lexikon

PEG

PEG (Perkutane Endoskopische Gastrostomie) ist ein endoskopisch gelegter Ernährungsschlauch direkt in den Magen – die Langzeitlösung bei persistierender Dysphagie mit unzureichender oraler Ernährung.

Penetration

Penetration bezeichnet das Eindringen von Bolus in den Larynxeingang (Aditus laryngis), ohne die Stimmlippen zu passieren – graduiert nach der Penetrations-Aspirations-Skala (PAS).

Pharynx

Der Pharynx (Rachen) ist ein muskulöser Schlauch vom Nasenrachenraum bis zum Ösophaguseingang, gegliedert in Naso-, Oro- und Hypopharynx.

Pulsoximetrie

Die Pulsoximetrie misst die periphere Sauerstoffsättigung (SpO₂); ihr Einsatz zur Aspirationserkennung ist durch methodisch hochwertige Studien widerlegt und klinisch nicht evidenzbasiert.

Residuen

Residuen sind postdeglutitive Bolusteile, die in der FEES im Pharynx sichtbar bleiben; sie entstehen durch Retention und erhöhen das Risiko einer postdeglutitiven Aspiration.

Retention

Retention ist der Vorgang, bei dem Bolusteile den Pharynx nicht vollständig passieren und als sichtbare Residuen in der FEES zurückbleiben.

Shaker-Übung

Die Shaker-Übung ist ein isometrisch-isotonisches Training der suprahyoidalen Muskulatur zur Verbesserung von Larynxelevation und UES-Öffnung; CTAR ist eine mobilere Alternative.

Sinus piriformis

Die Sinus piriformes sind paarige Ausbuchtungen des Hypopharynx lateral des Larynxeingangs, durch die der Bolus beidseits am Larynx vorbei in den Ösophagus fließt.

SSA

Der SSA (Standardized Swallowing Assessment) ist ein klinisches Bedside-Screening in drei Stufen: Voruntersuchung, 5-ml-Wassertest, 60-ml-Wassertest – ohne instrumentelle Diagnostik durchführbar.

Stille Aspiration

Stille Aspiration bezeichnet Aspiration ohne sichtbare Schutzreaktion; sie ist weder vom Patienten noch vom Untersucher in der klinischen Schluckuntersuchung zuverlässig erkennbar.

Super-supraglottisches Schlucken

Das super-supraglottische Schlucken erweitert das supraglottische Schlucken um aktives Pressen (Valsalva), um den Glottisschluss über die willkürliche Stimmlippenadduktion hinaus zu verbessern.

Supraglottisches Schlucken

Das supraglottische Schlucken ist eine kompensatorische Technik: Luft anhalten, schlucken, sofort räuspern – der Glottisschluss schützt die Atemwege, das Räuspern räumt penetriertes Material ab.

Thermisch-taktile Stimulation

Die thermisch-taktile Stimulation fazilitiert den Übergang in den unwillkürlichen Schluckablauf durch gekühlte Reize an den vorderen Gaumenbögen – eingesetzt bei verzögertem Schluckbeginn.

Trachealkanüle

Eine Trachealkanüle ist eine nach Tracheotomie eingeführte Kanüle zur Atemwegssicherung; sie beeinflusst Larynxelevation, Glottisschluss und subglottischen Druck.

Valleculae

Die Valleculae sind paarige Vertiefungen am Zungengrund-Epiglottis-Übergang, die als kurzfristige Bolussammelräume vor dem Übergang in den unwillkürlichen Schluckablauf dienen.

VFFS

Die Videofluoroskopie des Schluckaktes (VFS) ist ein röntgengestütztes bildgebendes Verfahren zur Echtzeit-Analyse aller Schluckphasen und gilt als Goldstandard in der Schluckdiagnostik.