IDDSI
IDDSI (International Dysphagia Diet Standardisation Initiative) ist das internationale Framework zur Standardisierung von Kostformen und Flüssigkeitskonsistenzen bei Dysphagie (Stufen 0–7).
IDDSI (International Dysphagia Diet Standardisation Initiative) ist das internationale Framework zur Standardisierung von Kostformen und Flüssigkeitskonsistenzen bei Dysphagie (Stufen 0–7).
Die krikopharyngeale Dysfunktion bezeichnet eine unvollständige oder verspätete Öffnung des oberen Ösophagussphinkters, die zu Residuen in den Sinus piriformes und erhöhtem Aspirationsrisiko führt.
Der M. cricopharyngeus ist der Hauptbestandteil des oberen Ösophagussphinkters; er hält den Pharynx-Ösophagus-Übergang in Ruhe geschlossen und muss beim Schlucken vollständig relaxieren.
Der Larynx (Kehlkopf) schützt beim Schlucken die unteren Atemwege durch drei koordinierte Mechanismen: Stimmlippenadduktion, Taschenfaltenadduktion und anteriore-kraniale Elevation.
Larynxelevation bezeichnet die anteriore und kraniale Bewegung des Kehlkopfes beim Schlucken – sie schützt die Atemwege und öffnet gleichzeitig den oberen Ösophagussphinkter.
Leaking bezeichnet das vorzeitige Abgleiten von Bolusteilen in den Pharynx vor dem Übergang in den unwillkürlichen Schluckablauf, meist durch reduzierte intraorale Kontrolle.
Die Murray-Skala ist eine vierstufige FEES-exklusive Bewertungsskala zur Einschätzung der Speichelretention im Hypopharynx als Ruhebefund vor dem ersten Schluckversuch.
Malnutrition bezeichnet eine Mangelernährung; im Dysphagie-Kontext entsteht sie, wenn die Schluckstörung eine ausreichende Nahrungsaufnahme dauerhaft verhindert.
Die pharyngeale Manometrie misst Druckprofile im Pharynx und oberen Ösophagussphinkter über einen transnasalen Katheter – komplementär zur FEES, die Druck nicht abbildet.
Das Masako-Manöver ist ein Kräftigungsmanöver für Zungenbasisretraktion und pharyngeale Hinterwand – kein Schluckmanöver für die Mahlzeit, sondern eine reine Übungstechnik.
Das Mendelsohn-Manöver verlängert die Larynxelevation willkürlich auf dem Höhepunkt des Schluckaktes, um die UES-Öffnungszeit zu verlängern und den Bolustransit zu verbessern.
Eine nasogastrale Sonde ist ein transnasaler Schlauch zur kurzfristigen enteralen Ernährung (Tage bis wenige Wochen) – temporär und mit eigenem Aspirationsrisiko verbunden.
NMES bezeichnet die Applikation niederfrequenter elektrischer Impulse über Hautelektroden am Hals; die Evidenzlage ist heterogen und nicht mit PES vergleichbar.
npo (nihil per os) bezeichnet vollständige orale Nahrungskarenz – die akute Sicherheitsmaßnahme bei schwerem Aspirationsrisiko, keine Dauerlösung.
Odynophagie bezeichnet Schmerzen beim Schlucken – abzugrenzen von der Dysphagie (Schluckstörung), aber häufig mit ihr kombiniert auftretend.
Die oropharyngeale Dysphagie bezeichnet Schluckstörungen in der oralen oder pharyngealen Phase – die klinisch und therapeutisch relevante Form im logopädischen Kompetenzbereich.
Die ösophageale Dysphagie bezeichnet Schluckstörungen im Bereich der Speiseröhre – primär im gastroenterologischen Behandlungsbereich, nicht Gegenstand logopädischer Therapie.
Die PAS (Rosenbek et al. 1996) ist eine achtstufige Bewertungsskala zur standardisierten Graduierung von Penetrations- und Aspirationsereignissen in FEES und VFS.