Neurogene Dysphagie

Als neurogene Dysphagie bezeichnet man eine Schluckstörung, die durch eine Schädigung oder Erkrankung des zentralen oder peripheren Nervensystems verursacht wird. Sie ist die häufigste Ursache einer oropharyngealen Dysphagie im klinischen Alltag.

Ursachen sind vielfältig: Schlaganfall (mit Inzidenzraten von 40–70 %), Morbus Parkinson, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Multiple Sklerose, Schädel-Hirn-Trauma und Tumoren des zentralen Nervensystems. Je nach Lokalisation und Ausmaß der Läsion unterscheidet sich das klinische Bild erheblich: Kortikale Läsionen betreffen vorwiegend die orale Phase; Hirnstammläsionen können die pharyngeale Phase und laryngealen Schutzreflexe schwerwiegend beeinträchtigen.

Die logopädische Diagnostik und Therapie neurogener Dysphagien erfordert eine enge Zusammenarbeit mit Neurologie und Rehabilitation. Therapeutische Ziele sind die Reduktion des Aspirationsrisikos, die Verbesserung der oralen Nahrungsaufnahme und die Sicherung einer adäquaten Ernährung.

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