Die pharyngeale Manometrie (high-resolution pharyngeal manometry, HRPM) ist ein diagnostisches Verfahren zur Druckmessung im Pharynx und oberen Ösophagussphinkter. Dabei wird ein dünner Messkatheter transnasal eingeführt und registriert während Schluckmanövern die Druckprofile entlang verschiedener Messpunkte.
Die Manometrie liefert Informationen über den Ruhedruck des OÖS, die vollständige Relaxation beim Schlucken, die Koordination von Pharynx-Kontraktion und OÖS-Öffnung sowie den intrabolären Druck. Sie ergänzt die bildgebenden Verfahren (FEES, VFFS) um eine quantitative biomechanische Dimension.
Klinisch ist die Manometrie besonders relevant bei der Diagnostik der krikopharyngealen Dysfunktion, der Achalasie und zur Planung interventioneller Eingriffe (Botulinumtoxin-Injektion, Ballondilatation). In Kombination mit der simultanen Bildgebung (manofluoroskopie, mano-FEES) wird die Korrelation von Druck und Anatomie direkt sichtbar. Die Methode ist weniger verbreitet als FEES und VFS, hat aber in spezialisierten Zentren ihren festen Stellenwert.
