Krikopharyngeale Dysfunktion

Die krikopharyngeale Dysfunktion (CPD) bezeichnet eine funktionelle oder strukturelle Störung des oberen Ösophagussphinkters (OÖS), die zu einer unvollständigen oder verspäteten Öffnung des Übergangs vom Pharynx zum Ösophagus führt. Ursächlich sind neurologische Erkrankungen (Schlaganfall, Parkinson, ALS), strukturelle Veränderungen des Muskels oder postoperative Vernarbungen.

Klinisch äußert sich die CPD durch ausgeprägte pharyngeale Residuen – besonders in den Sinus piriformes –, Regurgitation, Aspiration und häufig globusgefühlartigen Beschwerden. Im schweren Fall kann eine suffiziente orale Ernährung unmöglich sein.

In der VFS zeigt sich eine typische Impression des Bolus auf Höhe des CP-Muskels sowie eine eingeschränkte OÖS-Öffnung. In der Manometrie sind erhöhte Ruhedrücke oder eine eingeschränkte Relaxation messbar. Therapeutische Optionen umfassen Botulinumtoxin-Injektionen, Ballondilatation, endoskopische oder chirurgische Myotomie sowie – aus logopädischer Sicht – Maßnahmen zur Larynxelevation (Shaker-Übung, Mendelsohn-Manöver).

Teile deine Liebe