Aspiration
Aspiration bezeichnet das Eindringen von Bolus unterhalb der Stimmlippen in die Atemwege – prä-, intra- oder postdeglutitiv auftretend.
Aspiration bezeichnet das Eindringen von Bolus unterhalb der Stimmlippen in die Atemwege – prä-, intra- oder postdeglutitiv auftretend.
Deglutitiv (Adj.) bedeutet „das Schlucken betreffend“; in der Diagnostik werden prädeglutitive, intradeglutitive und postdeglutitive Ereignisse unterschieden.
Drooling bezeichnet das Austreten von Speichel oder Nahrung aus dem Mund, meist durch inkompletten Lippenschluss oder reduzierte Aufmerksamkeit für den oralen Bolus.
Der EAT-10 ist ein validierter Selbstauskunft-Fragebogen aus Patientenperspektive; ein Gesamtwert ≥ 3 gilt als auffällig und ist Indikation für weiterführende Schluckdiagnostik.
Die FOIS (Functional Oral Intake Scale) ist eine siebenstufige Skala zur Einschätzung der funktionalen oralen Nahrungsaufnahme – kein Befundscore, sondern ein Outcome-Maß.
Götterspeise (vorzugsweise Waldmeister) eignet sich als halbfeste FEES-Testkost – durch ihre Farbe gut von anatomischen Strukturen zu unterscheiden und mit ausreichender Formstabilität.
Der GUSS (Gugging Swallowing Screen) ist ein pflegerisches Bedside-Screening zur Einschätzung des Aspirationsrisikos – kein logopädisches Diagnostikinstrument.
Leaking bezeichnet das vorzeitige Abgleiten von Bolusteilen in den Pharynx vor dem Übergang in den unwillkürlichen Schluckablauf, meist durch reduzierte intraorale Kontrolle.
Die Murray-Skala ist eine vierstufige FEES-exklusive Bewertungsskala zur Einschätzung der Speichelretention im Hypopharynx als Ruhebefund vor dem ersten Schluckversuch.
Die pharyngeale Manometrie misst Druckprofile im Pharynx und oberen Ösophagussphinkter über einen transnasalen Katheter – komplementär zur FEES, die Druck nicht abbildet.
Die PAS (Rosenbek et al. 1996) ist eine achtstufige Bewertungsskala zur standardisierten Graduierung von Penetrations- und Aspirationsereignissen in FEES und VFS.
Penetration bezeichnet das Eindringen von Bolus in den Larynxeingang (Aditus laryngis), ohne die Stimmlippen zu passieren – graduiert nach der Penetrations-Aspirations-Skala (PAS).
Die Pulsoximetrie misst die periphere Sauerstoffsättigung (SpO₂); ihr Einsatz zur Aspirationserkennung ist durch methodisch hochwertige Studien widerlegt und klinisch nicht evidenzbasiert.
Residuen sind postdeglutitive Bolusteile, die in der FEES im Pharynx sichtbar bleiben; sie entstehen durch Retention und erhöhen das Risiko einer postdeglutitiven Aspiration.
Retention ist der Vorgang, bei dem Bolusteile den Pharynx nicht vollständig passieren und als sichtbare Residuen in der FEES zurückbleiben.
Der SSA (Standardized Swallowing Assessment) ist ein klinisches Bedside-Screening in drei Stufen: Voruntersuchung, 5-ml-Wassertest, 60-ml-Wassertest – ohne instrumentelle Diagnostik durchführbar.
Die Videofluoroskopie des Schluckaktes (VFS) ist ein röntgengestütztes bildgebendes Verfahren zur Echtzeit-Analyse aller Schluckphasen und gilt als Goldstandard in der Schluckdiagnostik.