Die Aspirationspneumonie ist eine Lungenentzündung, die durch das Eindringen von Fremdmaterial (Speichel, Nahrung, Mageninhalt) in die unteren Atemwege verursacht wird. Sie ist eine der schwerwiegendsten Komplikationen einer Dysphagie und eine häufige Todesursache bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen.
Risikofaktoren umfassen neben der Aspiration selbst die orale Keimbelastung (mangelnde Mundhygiene), Immunsuppression, reduzierte mukoziliäre Clearance und liegende Körperposition. Keimspektrum und Schwere variieren je nach Aspirat: Während stille Mikroaspiration von Speichel häufig subklinisch verläuft, kann die Aspiration von Mageninhalt eine chemische Pneumonitis auslösen.
Aus therapeutischer Sicht sind konsequente Mundpflege, korrekte Lagerung und frühzeitige dysphagiespezifische Intervention entscheidend. Die Reduktion der Aspirationspneumonie-Rate gilt als relevanter klinischer Endpunkt in der Dysphagietherapie. Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Pflegepersonal und Ärzten ist unerlässlich.
