Andickungsmittel
Andickungsmittel erhöhen die Viskosität von Flüssigkeiten zur Reduktion des Aspirationsrisikos; amylaseresistente, Xanthan-basierte Produkte sind stärkebasierten vorzuziehen.
Andickungsmittel erhöhen die Viskosität von Flüssigkeiten zur Reduktion des Aspirationsrisikos; amylaseresistente, Xanthan-basierte Produkte sind stärkebasierten vorzuziehen.
Aspiration bezeichnet das Eindringen von Bolus unterhalb der Stimmlippen in die Atemwege – prä-, intra- oder postdeglutitiv auftretend.
Die Aspirationspneumonie ist eine Lungenentzündung durch das Eindringen von Fremdmaterial in die unteren Atemwege; sie ist eine der schwerwiegendsten Komplikationen einer Dysphagie.
Der Bolus ist der geformte Speisebrei, der beim Schluckakt durch Mund und Pharynx transportiert wird; Konsistenz, Volumen und Viskosität beeinflussen den gesamten Schluckablauf.
Bolusmodifikation bezeichnet die gezielte Anpassung von Konsistenz, Volumen oder Temperatur des Bolus, um das Schlucken sicherer oder effizienter zu gestalten.
Der Cuff ist ein aufblasbarer Ballon am distalen Ende einer Trachealkanüle; geblockt dichtet er die Trachea ab, behindert aber Larynxelevation und Dekanülierungsfortschritt.
Die Deglutitionsapnoe ist der physiologische Atemstillstand während des Schluckaktes (0,5–1,5 Sekunden), der die unteren Atemwege vor Aspiration schützt.
Deglutitiv (Adj.) bedeutet „das Schlucken betreffend“; in der Diagnostik werden prädeglutitive, intradeglutitive und postdeglutitive Ereignisse unterschieden.
Dekanülierung bezeichnet den schrittweisen Prozess der Entfernung einer Trachealkanüle; Voraussetzungen sind Spontanatmung, Husteneffizienz und ein vertretbares Aspirationsrisiko.
Drooling bezeichnet das Austreten von Speichel oder Nahrung aus dem Mund, meist durch inkompletten Lippenschluss oder reduzierte Aufmerksamkeit für den oralen Bolus.
Der EAT-10 ist ein validierter Selbstauskunft-Fragebogen aus Patientenperspektive; ein Gesamtwert ≥ 3 gilt als auffällig und ist Indikation für weiterführende Schluckdiagnostik.
Der Effortful Swallow ist eine Schlucktechnik mit maximalem Muskeleinsatz zur Verbesserung von Zungenbasisretraktion und pharyngealer Peristaltik – kompensatorisch oder restituierend einsetzbar.
EMST (Expiratory Muscle Strength Training) kräftigt die Exspirationsmuskulatur und indirekt die suprahyoidale Muskulatur; die Evidenz ist besonders für Morbus Parkinson belegt.
Die Epiglottis ist ein passiv bewegtes Knorpelblatt am Larynxeingang – angetrieben durch Larynxelevation und Pharynxdruck, nicht durch eigene Muskelkraft.
Die FOIS (Functional Oral Intake Scale) ist eine siebenstufige Skala zur Einschätzung der funktionalen oralen Nahrungsaufnahme – kein Befundscore, sondern ein Outcome-Maß.
Götterspeise (vorzugsweise Waldmeister) eignet sich als halbfeste FEES-Testkost – durch ihre Farbe gut von anatomischen Strukturen zu unterscheiden und mit ausreichender Formstabilität.
Der GUSS (Gugging Swallowing Screen) ist ein pflegerisches Bedside-Screening zur Einschätzung des Aspirationsrisikos – kein logopädisches Diagnostikinstrument.
Das Hyoid (Zungenbein) ist der einzige Knochen ohne direkte Gelenkverbindung; es koppelt Zunge und Larynx und überträgt die Kraft der suprahyoidalen Muskulatur auf die Larynxelevation.